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TVA-Jugend besucht Tschenstochau

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TVA Altötting Fußball

Die dunklen Wolken geben noch einen Hinweis auf den kurzen Hagelschauer, der die E3 vor ihrem ersten Fußballspiel auf polnischem Boden endgültig in Wallung brachte. Danach lief aber alles glatt.

Am vergangenen Wochenende war eine 9-köpfige TVA-Fußballmannschaft des Jahrgangs 2007 zu einem Fußball-Festival in Altöttings Partnerstadt Tschenstochau gereist. Eine Einladung hierzu war dem TVA über die Bürgermeister der beiden Wallfahrtsorte bereits im Mai zugegangen, wurde jedoch zunächst aufgrund der widrigen Rahmenbedingungen verworfen: während in Polen an diesem Wochenende bereits die Sommerferien begannen, stehen für die bayerischen Schüler noch einige Wochen auf dem Programm. Zudem läuft auch noch der offizielle Jugendligabetrieb des Bayerischen Fußballverbandes(BFV), weshalb so ein Vorhaben zunächst nicht realisierbar schien. Doch als die Vereinsverantwortlichen des erst 2013 gegründeten Clubs Sportowa Częstochowa im Zuge des Dult-Laufs Anfang Juni nach Altötting gekommen waren und die Einladung nochmals persönlich bekräftigten, begannen Planung und Organisation der Turnierteilnahme auf Hochtouren. Von der zwölfköpfigen E3 des TVA konnten letztendlich nur drei Kinder wegen familiärer Planungen nicht an dem außergewöhnlichen Sportereignis teilnehmen, für das die Mitglieder der Mannschaft in den verschiedenen Schulen auf Antrag der Eltern frei bekommen hatten.

Los ging es auf die 800 Kilometer lange Fahrt nach Polen mit zwei Vereinsbussen am vergangenen Freitag um fünf Uhr morgens. Zusammen mit

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Nach unserem glücklichen 1:0 Sieg über die Gastgeber, war trotzdem allen Kindern der beiden Partnerstädte zum Jubeln zumute

Trainer Stephan Sedlmaier, Jugendleiter Peter Becker und dem früheren Altöttinger Top-Fußballer Didi Tropschug. Darüber hinaus hatten sich Eltern von Spielern bereit erklärt, die Truppe zu begleiten. Am Nachmittag, kaum in der Unterkunft angekommen, drängten die Kinder auch schon darauf, den Sportplatz zu inspizieren. Im extra von dem jungen Verein der Partnerstadt für das Turnierwochenende angemieteten Stadion im Stadtteil Rakow, liefen bei der Ankunft bereits die ersten Turniere: zu Beginn des Turnierwochenendes, an dem insgesamt 72 Mannschaften aus Russland, der Ukraine, Ungarn, Polen und Altötting teilnahmen, waren die Bewerbe der Jahrgänge 2009 und 2008 angesetzt. Unsere Jungs und Mädchen begannen sich gleich am Rahmenprogramm zu beteiligen und absolvierten einen Parcours mit verschiedenen Herausforderungen, wie Ball jonglieren, Zielschießen oder Slalomlaufen mit einem Ball. Dabei kam die neueste Technik zum Einsatz, die sogar die TVA-Verantwortlichen in Staunen versetzte, indem beispielsweise die Trefferflächen von einigen der vielen freiwilligen Helfer per Tablet drahtlos ferngesteuert werden konnten. Beim gemeinsamen Abendessen im Obergeschoß der beeindruckenden, rund 7000 Zuschauer fassenden Sporthalle der Partnerstadt, zu der ein Busshuttle fuhr, hatten unsere kleinen TVA-Kicker dann sogar die Ehre, direkt den jungen C-Jugend-Kickern der Escola Varsovia, also der polnischen Fußballschule des FC Barcelona, gegenüber zu sitzen. Mit Händen und Füßen, sowie ein paar Brocken Englisch aus der Schule gelangen sogar einige Fachgespräche zwischen den fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen beider Nationen.

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Unsere Spieler überreichen ihren Gastgebern zur Erinnerung kleine Pokale an das schöne Spiel auf dem polnischen Kunstrasen

Am Samstag war dann der eigentliche Turniertag. Bereits am frühen Morgen waren unsere Altöttinger Repräsentanten, noch von den Eindrücken des Vorabends beflügelt, topfit. Als erste Mannschaft erhielt der TVA seine Startunterlagen und Präsente: für die Trainer jeweils eine Uhr, für die Kinder jeweils eine Sporttasche mit allerlei nützlichen Sachen und für die Spielereltern ein T-Shirt der Veranstaltung. Das Aufwärmen erschien umso wichtiger, als es von einem kurzen Hagelschauer durchbrochen wurde. Allerdings gelang der E3 in der Gruppenphase, des mit zehn Mannschaften besetzten Turniers, dann zumindest ein heiß ersehnter Sieg. Mitschuld an der durchwachsenen Leistung war natürlich das Trainertrio Sedlmaier, Becker, Tropschug, das Einiges, im nur auf polnisch verfügbaren Regelwerk, falsch interpretiert hatte: so fiel beispielsweise das erste Gegentor überraschend, da ein Gegenspieler sich anstatt eines erwarteten Einwurfs, den Ball selbst eingekickt und anschließend direkt verwandelt hatte – alles regelkonform. Trotz allem wurde man am Ende der Gruppenphase Vierter und trat damit die Nummer Vier aus der anderen Gruppe an: Sport Tschenstochau(Sportowa Częstochowa), unser Gastgeber. Diese erwiesen sich dann auch im Platzierungsspiel als sehr gute Gastgeber, weshalb der TVA das Duell der Partnerstädte glücklich mit 1:0 für sich entscheiden konnte und damit auf

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Glückliche TVA-Kinder vor einer der vielen Attraktionen des gut organisierten Turniers: der Hüpfburg

Platz Sieben in der Gesamtwertung landete. Bei der Siegerehrung und dem anschließenden Abendessen bedankten sich die TVA-Kinder indem sie ihren Gegenspielern und Gastgebern aus der Partnerstadt kleine Pokale zum Dank und zur Erinnerung überreichten. Auch die Organisatoren des erst 2013 gegründeten Sportclubs erhielten einen Bildband der Stadt Altötting und die mit unzähligen Bildern bestückte Festschrift des TVA, die 2014 anlässlich seines 150-jährigen Bestehens aufgelegt wurde. Außerdem überreichte Jugendleiter Peter Becker seinem polnischen

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Vor der Heimfahrt besuchten die Altöttinger noch die im Spätmittelalter zur Festung ausgebaute Klosteranlage Jasna Gora mit dem darin befindlichen Marienbildnis.

Gegenpart Mateusz Wierzbicki einen Fanschal der Fußballabteilung des TVA. Außerdem wünschte er den polnischen Vereinsverantwortlichen eine mindestens ebensolange Geschichte, wie die des TVA. Am späteren Abend erlebte und feierte die junge Altöttinger Delegation im Wohnheim dann noch gemeinsam mit Mannschaften aus Ungarn und Polen den zuletzt doch überraschenden Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden.

Der Sonntag stand zwar schon wieder im Zeichen der Heimfahrt, doch ohne zumindest das verbindende Element unserer Partnerstädte einmal gesehen zu haben, nämlich das Paulinerkloster Jasna Gora mit seiner Basilika und dem darin befindlichen, wundertätigen Bildnis einer schwarzen Madonna, sollte die Rückreise nicht angetreten werden. Bereits reisefertig die Busse bestiegen, wurde dann auf dem „hellen Berg“ halt gemacht. Aufgrund der umsichtigen Planungen unserer Gastgeber war auch dieser Bildungsteil der Reise für den TVA mit keinen Kosten verbunden, wofür ihnen auch an dieser Stelle noch einmal ein Dank gebührt. Beeindruckt von den vielen augenscheinlich tiefgläubigen Wallfahrern in dieser Anlage, die einer Burg gleicht, ging es dann auf die rund zehnstündige Heimfahrt, wo die Mannschaft von ihren Eltern schon erwartet wurde. Obwohl sich im Vorfeld der Aufwand zunächst nicht zu lohnen schien, waren am Ende alle einig, dass es Spaß gemacht hat, dass es viele schöne gemeinsam Momente gab und dass nur eine gutes Team sowas überhaupt leisten kann.

 

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